Website-Relaunch ohne Traffic-Verlust bei Google: der Weiterleitungsplan

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Website-Relaunch ohne Traffic-Verlust bei Google: der Weiterleitungsplan

Ein Website-Relaunch ohne Traffic-Verlust hängt an drei Dingen. Sie erfassen alle alten Adressen, ordnen jeder davon ein neues Gegenstück zu und schalten am Tag des Starts dauerhafte serverseitige Weiterleitungen ein. Das ist alles. Wenn Sie eine neue Version Ihrer Website in Auftrag geben und die Rankings, für die Sie jahrelang gearbeitet haben, nicht verlieren wollen, ist dieser Plan für Sie. Wir gehen durch vier Etappen: Bestandsaufnahme, Weiterleitungsplan, technische Umsetzung und Kontrolle nach dem Livegang.

Warum sinkt der Traffic nach einer neuen Website?

Der Traffic bricht ein, wenn alte Adressen nicht mehr funktionieren oder an die falsche Stelle führen. Google verliert dann die Signale, die diesen URLs zugeordnet waren. Die häufigsten Ursachen? Eine geänderte URL-Struktur, gelöschte Unterseiten, vergessene Bilder und PDFs. Und der Klassiker: Texte und Überschriften werden im selben Moment neu geschrieben. Die Suchmaschine sieht eine neue Website und kann sie nicht mit der Geschichte der alten verbinden.

Deshalb raten die Google-Richtlinien zum Website-Umzug, immer nur eine Sache auf einmal zu ändern: zuerst die Domain, dann das CMS, zum Schluss das Design. In der Praxis heißt das vor allem eins. Ein neues Layout und eine neue URL-Struktur sind zwei getrennte Risiken, und meiner Meinung nach verteilt man sie im Zeitplan besser auf verschiedene Termine.

Was Sie auf der alten Website prüfen sollten, bevor das Projekt startet

Bevor der Designer den ersten Screen entwirft, müssen Sie wissen, welche Unterseiten Traffic, Links und Kundenanfragen bringen. Sonst ist schnell ein Artikel gelöscht, der seit Jahren einen guten Teil der Besuche holt (und das merkt man erst, wenn die Kurve in Analytics traurig aussieht). Sammeln Sie vor allem:

  1. eine vollständige URL-Liste aus Crawl, Sitemap und Search Console,
  2. Unterseiten mit organischem Traffic und Conversions,
  3. Adressen, auf die Links von anderen Websites zeigen,
  4. Bilder und PDF-Dokumente, die selbst Besuche aus der Suche bekommen,
  5. die Verifizierungs-Tags der Search Console und den Analytics-Code.

Ein gründliches SEO-Audit vor der Migration beantwortet diese Fragen in einem Bericht. Und eine Prüfung der bestehenden Website zeigt, was funktioniert und was verbessert werden muss. Daraus entsteht dann das Briefing für die neue Seite.

Weiterleitungsplan: so erstellen Sie ihn

Der Weiterleitungsplan ist eine einfache Tabelle. Jede alte Adresse bekommt darin genau eine neue Adresse, die thematisch am besten passt. Die Spalten? Alte URL, neue URL, Art der Weiterleitung, Priorität und Teststatus. Mehr braucht es nicht. Die Priorität hilft beim Testen, weil Sie mit den Unterseiten mit dem meisten Traffic anfangen.

  • Leiten Sie jede Adresse auf ihr Gegenstück um, nicht pauschal auf die Startseite.
  • Vermeiden Sie Ketten (A zu B zu C) und Schleifen, denn sie bremsen den Browser und den Googlebot.
  • Bei Unterseiten ohne Gegenstück entscheiden Sie bewusst: nächstliegende Kategorie oder gewollter 404-Fehler.

Die Tabelle entsteht zusammen mit der Informationsarchitektur, nicht danach. Wenn das Konzept der neuen Firmenwebsite ein neues Menü und neue Adressen vorsieht, zeigt der Plan sofort, wie viele alte URLs abgedeckt werden müssen. Keine Überraschungen auf der Zielgeraden.

301-Weiterleitungen bei einer neuen Website: die technische Umsetzung

Google empfiehlt dauerhafte serverseitige Weiterleitungen von den alten auf die neuen Adressen, genau nach Plan. Auf Apache sind das Regeln in der Datei .htaccess. Anderswo die Serverkonfiguration oder ein Weiterleitungs-Plugin bzw. -Modul im CMS. Klären Sie die Technik mit dem Administrator oder dem Hoster, bevor jemand Regeln direkt auf dem Live-System eintippt.

Und was, wenn die Plattform gar keine serverseitigen Weiterleitungen erlaubt? Die Google-Dokumentation zu Weiterleitungen lässt dann Meta-Refresh zu: Ein sofortiges wertet Google als dauerhaft, ein verzögertes als vorübergehend. JavaScript gehört ganz ans Ende der Liste. Ach ja, und achten Sie darauf, dass die Kopie der Website im neuen CMS die Verifizierungs-Tags und den Analytics-Code hat. Sonst verlieren Sie Daten genau dann, wenn Sie sie am dringendsten brauchen.

Website-Relaunch ohne Traffic-Verlust: was am Tag des Starts zu tun ist

Am Tag der Veröffentlichung schalten Sie die Weiterleitungen ein, testen den Plan und reichen die neue Sitemap in der Search Console ein. Die Checkliste für diesen Tag:

  • Test einer Stichprobe von Adressen aus der Tabelle: Statuscode der dauerhaften Weiterleitung und richtiges Ziel,
  • Aufheben der Indexierungssperre, die die Testversion geschützt hat,
  • Einreichen der neuen Sitemap in der Search Console,
  • Kontrolle der internen Links und Canonical-Tags, die nicht auf alte Adressen zeigen dürfen.

Prüfen Sie auch, ob die strukturierten Daten der Website aus der alten Version übernommen wurden. Neue Templates verlieren gern Auszeichnungen für Produkte, Bewertungen oder FAQ. Und niemand merkt es, bis die Sterne in den Suchergebnissen verschwinden.

Wie kontrollieren Sie die SEO-Migration in den Wochen nach dem Relaunch?

Nach dem Start achten Sie auf drei Dinge: 404-Fehler, die Indexierung der neuen Adressen und den Traffic auf den wichtigsten Unterseiten. Ein neuer Fehler in den Berichten der Search Console ist meist einfach eine fehlende Zeile im Plan. Ergänzen, umsetzen, prüfen. Wenn eine Seite in Google nicht auftaucht, nutzen Sie das URL-Prüftool.

Schalten Sie die Weiterleitungen nicht nach ein paar Wochen ab. Wirklich nicht. Laut Googles Empfehlungen zur URL-Änderung bleiben sie so lange wie möglich bestehen, in der Regel mindestens ein Jahr, damit die Suchmaschine Signale und Links von anderen Websites übertragen kann. Einen Website-Relaunch ohne Traffic-Verlust plant man vor dem Projekt. Nachbessern nach dem Start ist schon Brandbekämpfung.

Häufige Fragen

Kann man alle alten Adressen auf die Startseite umleiten?

u003cpu003eNein. Eine pauschale Weiterleitung kappt den thematischen Zusammenhang zwischen der alten Unterseite und der neuen Adresse, sodass die Signale nirgendwohin übergehen können. Leiten Sie jede URL auf ihr Gegenstück um.u003c/pu003e

Wie lange sollten 301-Weiterleitungen nach einem Relaunch bestehen bleiben?

u003cpu003eGoogle empfiehlt, sie so lange wie möglich beizubehalten, in der Regel mindestens ein Jahr. Am sichersten ist es eigentlich, sie unbefristet zu lassen, denn alte Links im Netz leben jahrelang.u003c/pu003e

Sollte man Domain, CMS und Design gleichzeitig ändern?

u003cpu003eBesser nicht. Google empfiehlt, das nacheinander zu machen, und bei getrennten Etappen lässt sich viel leichter feststellen, was einen möglichen Rückgang verursacht hat.u003c/pu003e

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