Ein WordPress-Umzug zu einem neuen Hoster ist ohne Unterbrechung möglich. Dafür gibt es nur eine Bedingung: Der alte Server liefert die Website so lange aus, bis der gesamte Traffic beim neuen ankommt. Website und E-Mail verschwinden nicht, denn es ändert sich nur das Ziel, auf das die Domain zeigt. Die Adresse selbst bleibt gleich.
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Wie funktioniert ein WordPress-Umzug zu einem neuen Hoster ohne Ausfallzeit?
Zuerst richten Sie eine vollständige Kopie der Website auf dem neuen Server ein und testen sie. Danach stellen Sie das DNS um. Das alte Hosting schalten Sie ganz am Ende ab, nicht früher. Die URLs ändern sich nicht. Es handelt sich also um eine Migration der Infrastruktur und nicht um einen Domainwechsel (für Google sind das zwei völlig unterschiedliche Szenarien). Genau diesen Fall beschreibt Google in seinem Leitfaden zum Hostingwechsel ohne URL-Änderung. Und woher kommen Ausfallzeiten? Meist von einer falschen Reihenfolge der Schritte. Der Umzug selbst ist selten schuld.
Was sollten Sie vor der Migration von WordPress auf einen neuen Server vorbereiten?
Ohne eine vollständige Kopie der Dateien und der Datenbank sollten Sie gar nicht erst anfangen. Bequem erstellen Sie sie als Backup mit UpdraftPlus. Und bevor Sie irgendetwas anfassen, notieren Sie die Konfiguration des alten Servers:
- PHP-Version und aktivierte Erweiterungen,
- SSL-Zertifikat und die Art seiner Verlängerung,
- Cron-Jobs,
- E-Mail-Konten samt Aliassen und Weiterleitungen,
- DNS-Einträge: A, MX, TXT,
- Zugangsdaten zum Domain-Panel.
Zweiter Punkt: Wer verwaltet überhaupt die DNS-Zone? Der Registrar, das aktuelle Hosting oder vielleicht ein externer Anbieter? Das müssen Sie vor dem Start wissen, nicht mittendrin. Übrigens: Senken Sie rechtzeitig die TTL, also die Zeit, die andere Server einen Eintrag zwischenspeichern. Eine niedrigere TTL bedeutet später eine schnellere Umstellung. Ganz einfach.
Wie kopieren Sie Dateien und Datenbank auf den neuen Server?
Sie übertragen zwei Dinge: das Verzeichnis mit den WordPress-Dateien und einen Datenbank-Dump. Verbunden werden beide anschließend über wp-config.php. In der Praxis sieht das so aus:
- Laden Sie die Dateien hoch, vor allem das Verzeichnis wp-content und die Datei wp-config.php.
- Legen Sie im Panel des neuen Hostings eine Datenbank und einen Benutzer mit den nötigen Rechten an.
- Importieren Sie den Datenbank-Dump.
- Tragen Sie in wp-config.php den neuen Datenbanknamen, Benutzer, Passwort und Host ein.
Ändert sich der Pfad oder die Adresse, ersetzen Sie die Verweise in der Datenbank mit dem WP-CLI-Befehl search-replace oder mit einem Plugin. So beschreibt es die offizielle Anleitung zur WordPress-Migration. Bei gleicher Domain ist das aber meist nicht nötig, also ändern Sie Adressen nicht ohne Grund. Die Dokumentation warnt noch vor einer Sache: Manche Exportmethoden lassen Widget- und Plugin-Einstellungen aus. Deshalb empfehle ich, sie vorher zu notieren. Fünf Minuten Arbeit, und danach bleibt der Stress aus.
Wie testen Sie die Website beim neuen Hoster vor der DNS-Umstellung?
Am einfachsten über die hosts-Datei auf Ihrem eigenen Rechner: Dort tragen Sie die Adresse des neuen Servers und die Domain ein. Sie sehen dann schon die neue Version, der Rest der Welt weiterhin die alte. So können Sie in Ruhe Kontaktformulare, Login, Warenkorb und Zahlungen im Shop, das SSL-Zertifikat, Bilder und den E-Mail-Versand aus WordPress prüfen. Planen Sie größere Änderungen? Dann lohnt sich eine dauerhafte Testumgebung für WordPress. Und dann ist da noch die Google Search Console. Die Verifizierung muss den Umzug überstehen, zum Beispiel über einen DNS-Eintrag oder eine Datei, die auch auf dem neuen Server liegt.
DNS-Umstellung ohne Unterbrechung: die Reihenfolge der Schritte
Die DNS-Umstellung selbst verursacht keine Ausfallzeit, solange in der Übergangsphase beide Kopien der Website korrekt laufen. Stoppen Sie für die Dauer der Umstellung das Bearbeiten von Inhalten und die Annahme von Bestellungen. Oder, falls das nicht geht, synchronisieren Sie die Datenbank kurz vor der Umstellung ein letztes Mal, damit nichts auf dem alten Server zurückbleibt. Stellen Sie danach den A-Eintrag (und AAAA, falls vorhanden) auf die Adresse des neuen Servers um. Die Dauer der Propagation hängt von der TTL ab, daher landet ein Teil der Besucher noch eine Weile unter der alten Adresse. Das ist normal. Das SSL-Zertifikat auf dem neuen Server stellen Sie aus, sobald die Domain auf ihn zeigt.
E-Mail beim Hostingwechsel umziehen
E-Mail läuft unabhängig von der Website. Der A-Eintrag steuert den Web-Traffic, die MX-Einträge steuern die Nachrichten. Sie können also beides zusammen oder getrennt umziehen. Die Reihenfolge: Sie legen auf dem neuen Server dieselben Postfächer an, kopieren die Inhalte (zum Beispiel per IMAP-Synchronisation) und ändern erst dann die MX-Einträge. Aktualisieren Sie auch SPF, DKIM und DMARC. Ohne sie landen Mails vom neuen Server schnell im Spam, und der Kunde weiß nicht einmal, dass Sie ihm etwas geschickt haben. Lassen Sie die alten Postfächer bis zum Ende der Propagation aktiv und holen Sie zum Schluss die Nachrichten nach, die dort noch eingegangen sind. Am wenigsten Abstimmung erfordert letztlich Webhosting mit Firmen-E-Mail bei einem einzigen Anbieter.
Hostingwechsel und SEO: Was sollten Sie nach dem Umzug beobachten?
Die Rankings sollten nicht leiden, wenn der neue Server schnell und fehlerfrei antwortet. Laut demselben Google-Leitfaden kann die Crawling-Rate direkt nach dem Wechsel vorübergehend sinken. Danach steigt sie schrittweise wieder an, manchmal sogar über das vorherige Niveau. Also keine Panik, wenn die ersten Tage schwächer aussehen. Achten Sie in der Search Console auf Serverfehler, Crawling-Statistiken und die Leistung der Seiten. Und das alte Hosting? Schalten Sie es erst ab, wenn seine Logs zeigen, dass der Traffic auf null gefallen ist. So empfiehlt es Google.
Ein WordPress-Umzug zu einem neuen Hoster ohne Ausfallzeit ist im Grunde eine Frage der Reihenfolge: Kopie, Tests, DNS, E-Mail und ganz am Ende das Abschalten des alten Servers. Läuft die Website noch nicht auf WordPress, ist das ein anderes Projekt als ein Hostingwechsel. Dann geht es um Firmenwebsites auf WordPress und nicht um einen Umzug.
Häufige Fragen
Muss man beim Hostingwechsel 301-Weiterleitungen einrichten?
u003cpu003eNein, wenn Domain und URLs unverändert bleiben. Suchmaschine und Besucher gelangen zu denselben Adressen, nur werden sie von einem anderen Server ausgeliefert. Weiterleitungen sind erst bei einem Wechsel der Domain oder der URL-Struktur nötig.u003c/pu003e
Wie lange dauert die DNS-Propagation nach einem Hostingwechsel?
u003cpu003eDas hängt von der vor der Umstellung eingestellten TTL ab und von den DNS-Servern, die die Nutzer verwenden. Manche aktualisieren Einträge schneller, andere langsamer. Deshalb senkt man die TTL rechtzeitig, und der alte Server bleibt in Betrieb, solange noch Traffic bei ihm ankommt.u003c/pu003e
Wann kann man das alte Hosting abschalten?
u003cpu003eWenn die Logs des alten Servers keinen Traffic mehr zeigen und die E-Mails aus den alten Postfächern vollständig übertragen sind. Nicht früher. Wer sich beeilt, riskiert den Verlust von E-Mails oder Bestellungen aus der Übergangsphase.u003c/pu003e








