Erfolgreiche SEO-Strategie

Erfolgreiche SEO-Strategie

Suchmaschinen sind zu einem wichtigen Werbekanal geworden, und die SEO-Strategie entscheidet, ob eine Marke tatsächlich davon profitiert. Im Folgenden lesen Sie, wie sich die Suche bis 2014 entwickelt hat, wie die Informationssuche entstanden ist und welche Elemente eine solche Strategie wirksam machen.

Eine erfolgreiche SEO-Strategie beruht auf wertvollen Inhalten, natürlichen Links und einer guten Nutzererfahrung. Im Jahr 2014 ist bereits deutlich zu sehen, dass die Präsenz in den Suchergebnissen für viele Unternehmen und Marken wichtiger wird als klassische Werbeformen wie Presse, Radio oder Fernsehen. Das ist kaum überraschend - Suchmaschinen haben eine globale Reichweite und können in kurzer Zeit sehr viele Nutzer auf eine bestimmte Website lenken.

Eine kurze Geschichte der Informationssuche

Die Grundlagen der Informationssuche (engl. Information Retrieval) reichen bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts zurück. Damals setzte man Computersysteme unter anderem in Universitätsbibliotheken, Archiven, staatlichen Laboren und Forschungseinrichtungen ein. Sie sollten riesige Datenbanken und Dokumentbestände automatisch durchsuchen, was die Arbeit von Wissenschaftlern und Beamten zu dieser Zeit deutlich erleichterte.

In den folgenden Jahrzehnten wurden die Suchalgorithmen weiterentwickelt. Hinzu kamen Methoden zur Analyse von Inhalten, zur Berücksichtigung von Schlüsselwörtern sowie von Zitaten und Verweisen (vor allem im akademischen Umfeld). Als sich das Internet in den 90er Jahren rasant entwickelte und einem breiteren Publikum zugänglich wurde, lag es nahe, diese Methoden in kommerziellen Suchmaschinen einzusetzen.

Das Prinzip von Popularität und Verweisen

Ein zentrales Prinzip von Suchalgorithmen ist die Annahme, dass ein gutes (wertvolles) Dokument eines ist, auf das viele Verweise oder Zitate führen. In der Wissenschaft gilt die Zahl der Zitate traditionell als Maß für die Qualität einer Arbeit - je mehr Menschen sich auf einen Artikel berufen, desto höher wird sein fachlicher Wert eingeschätzt.

Im Internet übernehmen Links von einer Website zur anderen die Rolle der Zitate. Suchmaschinen werten nicht nur die Anzahl solcher Verweise aus, sondern auch ihre Qualität (also woher ein Link kommt). Die Popularität einer Seite wird außerdem anhand von Traffic-Statistiken gemessen - der Zahl der Besuche, der durchschnittlichen Verweildauer und vielen weiteren Faktoren.

Inhaltsoptimierung (SEO)

Im Jahr 2014 reicht es nicht mehr, irgendwelche Inhalte online zu stellen und darauf zu hoffen, dass Nutzer sie von selbst finden. Websites, die in den Suchergebnissen weit oben stehen wollen, setzen verschiedene Techniken der SEO (Search Engine Optimization) ein:

  1. Auswahl der Keywords
    Sorgfältige Wahl von Begriffen, die den Inhalt der Seite am besten beschreiben und zu den Suchanfragen der Nutzer passen.
  2. Optimierung der Metadaten
    Keywords im Seitentitel und in der Seitenbeschreibung platzieren (sogenannter title tag und meta description), und zwar so, dass Nutzer in den Suchergebnissen gern auf den Link klicken.
  3. Linkaufbau (link building)
    Links aus wertvollen Quellen gewinnen (von anderen Seiten mit ähnlicher Thematik). Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, um keine Filter und Strafen von Google zu riskieren (z. B. nach Updates des Penguin-Algorithmus).
  4. Hochwertige Inhalte
    Die Verweildauer auf der Seite ist einer der Rankingfaktoren. Sind die Inhalte interessant und entsprechen sie den Bedürfnissen der Leser, bleiben Nutzer länger und kommen gern wieder.

Effektives SEO bedeutet im Jahr 2014 also: wertvolle Inhalte liefern, unnatürliche Praktiken vermeiden (z. B. übertriebenes Keyword-Stuffing oder massenhaften Linkkauf) und auf eine positive Nutzererfahrung achten (sogenannte User Experience).


Google PageRank - eine Methode zur Qualitätsbewertung

Einer der bekanntesten (wenn auch 2014 nicht mehr der wichtigste) Qualitätsindikatoren für Websites ist der PageRank. Er wurde 1998 von den Google-Gründern Larry Page und Sergey Brin entwickelt. Die Grundidee des PageRank: Eine Website ist umso wertvoller, je mehr wertvolle Links auf sie verweisen.

Das Prinzip des Algorithmus:

  • Jeder Link auf Seite A gilt als Stimme für Seite A.
  • Das Gewicht dieser Stimme hängt davon ab, welchen PageRank die Seite hat, von der der Link stammt.

In der Praxis heißt das: Ein Link von einer renommierten Website kann die Position von Seite A deutlich verbessern, während ein Link von einer wenig bekannten oder minderwertigen Seite kaum Wirkung hat.

Die letzte öffentliche Aktualisierung des PageRank fand am 6. Dezember 2013 statt. Früher wurde die PageRank-Anzeige (sichtbar in der Google Toolbar) recht häufig aktualisiert, seitdem gab es jedoch keine weiteren öffentlichen Updates. Am 6. Oktober 2014 erklärte John Mueller von Google in einem offiziellen Google-Hangout, dass es wahrscheinlich nie wieder öffentliche PageRank-Updates geben wird.

Diese Aussage sorgte damals in der SEO-Branche für Aufsehen, denn viele Fachleute hatten ihre Strategien jahrelang genau auf die Beobachtung steigender oder fallender PageRank-Werte gestützt. Zwar existiert der PageRank weiterhin in den internen Berechnungen von Google, seine öffentliche Darstellung hat für das Unternehmen aber keine Priorität mehr.

Aktuelle SEO-Trends (2014)

  1. Google-Algorithmus-Updates (Penguin, Panda, Hummingbird)
    • Penguin (erste Version 2012) bekämpft unnatürliche Linkprofile und Spam in den Suchergebnissen. Die folgenden Versionen (u. a. Penguin 2.1 vom Oktober 2013 sowie Updates im Jahr 2014) zielen darauf ab, Missbrauch noch wirksamer aufzuspüren.
    • Panda (seit 2011) bewertet die Qualität von Inhalten auf Websites. Die neuesten Versionen im Jahr 2014 (Panda 4.0 im Mai, Panda 4.1 im September) legen noch mehr Wert auf einzigartige, wertvolle Inhalte und drängen minderwertige Seiten zurück.
    • Hummingbird (eingeführt 2013) verändert die Art, wie Suchanfragen interpretiert werden - Google versucht, den gesamten Kontext einer Frage zu verstehen und nicht nur einzelne Keywords.
  2. Wachsende Bedeutung von Mobilgeräten
    2014 ist immer häufiger von der steigenden Zahl der Nutzer die Rede, die Websites auf Smartphones und Tablets aufrufen. Google empfiehlt responsive Lösungen (RWD - Responsive Web Design), mit denen sich eine Seite automatisch an die Bildschirmgröße anpasst.
  3. Content Marketing
    Eine Strategie, bei der wertvolle Inhalte entstehen (z. B. Artikel, Ratgeber, Infografiken), um Zielgruppen anzuziehen und zur Interaktion mit der Marke anzuregen. Eine längere Verweildauer ist für Google ein Signal, dass der Inhalt wertvoll ist.
  4. Soziale Medien
    Google bestätigt zwar offiziell keinen direkten Einfluss von Social-Media-Signalen (z. B. Likes auf Facebook oder Shares auf Twitter) auf das Ranking in den Suchergebnissen. Für die Verbreitung von Inhalten und den Aufbau von Nutzerengagement spielen sie 2014 aber bereits eine sehr wichtige Rolle.

Bedeutung für Website-Betreiber und Ausblick

Im Jahr 2014 müssen Website-Betreiber besonders auf die Qualität ihrer Inhalte und auf natürliche Methoden beim Linkaufbau achten. Die Popularität einer Seite, gemessen nicht nur an Besucherzahlen und Verweildauer, sondern auch an der Qualität der Backlinks und am Engagement der Nutzer, schlägt sich direkt im Umsatz nieder. Eine hohe Position in den Suchergebnissen bedeutet mehr Besuche, mehr Interesse am Angebot und bessere Chancen auf eine Conversion (z. B. einen Kauf, eine Newsletter-Anmeldung oder ein ausgefülltes Kontaktformular).

Der Verzicht auf den öffentlichen PageRank ist zugleich ein Signal, dass Google auf komplexere Bewertungsfaktoren setzt. Das zwingt die SEO-Branche, neue Methoden zur Analyse und zur Festlegung von Prioritäten zu finden.

Was eine erfolgreiche SEO-Strategie ausmacht

Der Artikel aus dem Jahr 2014 zeigt deutlich, dass Suchmaschinen ein mächtiges Werbeinstrument mit enormem Potenzial sind, Zielgruppen zu erreichen. Sie ermöglichen präzises Targeting von Anzeigen und bringen Traffic auf Websites, was sich für Unternehmen in echten Umsätzen niederschlägt.

In der SEO-Welt - besonders im Jahr 2014 - spricht man zwar noch vom PageRank als historisch wichtigem Indikator, doch andere Rankingfaktoren gewinnen von Monat zu Monat an Gewicht. Google führt zahlreiche Updates durch (Panda, Penguin, Hummingbird), deren Hauptziel es ist, hochwertige, für Nutzer hilfreiche Inhalte zu fördern und Seiten abzustrafen, die unethische oder minderwertige SEO-Techniken einsetzen.

Website-Betreiber sollten daher in gute Inhalte, natürlichen Linkaufbau, mobile Optimierung und eine positive Wahrnehmung der Seite durch die Nutzer investieren. Langfristig entscheiden genau diese Elemente über die Position in den Suchergebnissen und den Erfolg im Internet - unabhängig davon, ob der öffentliche PageRank aktualisiert wird oder nicht.

Update: März 2016

Auch wenn 2014 noch viele glaubten, der PageRank könnte eines Tages in neuer Form zurückkehren, hat Google im März 2016 offiziell die Entfernung der PageRank-Anzeige bekanntgegeben (Quelle: SearchEngineLand). Den PageRank-Wert in der Form, wie wir ihn jahrelang kannten (sichtbar in Tools wie der Google Toolbar), wird es also nicht mehr geben. Der Algorithmus selbst läuft weiterhin in den internen Berechnungen von Google, ist aber nur noch einer von vielen Faktoren, die das Unternehmen den Nutzern nicht offenlegt.

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