Produktseite im Onlineshop: Was unbedingt drauf muss

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Produktseite im Onlineshop: Was unbedingt drauf muss

Die Produktseite im Onlineshop hat nur ein paar Sekunden, um fünf Fragen der Kunden zu beantworten: Was ist das, was kostet es mit Versand, wann kommt es an, passt es zu mir und was mache ich, wenn es doch nicht passt? Ihre Produktseiten haben Besucher, aber kaum jemand legt etwas in den Warenkorb? Meist fehlt die Antwort auf eine dieser Fragen. Und dann schreibt der Kunde nicht an den Support. Er schließt die Seite und geht zurück zu den Suchergebnissen.

Was muss eine Produktseite im Onlineshop enthalten?

Eine vollständige Produktseite liefert drei Arten von Informationen zugleich: kaufrelevante, visuelle und solche, die Vertrauen schaffen. Diese Checkliste sollten Sie bei jeder Prüfung einer Produktseite griffbereit haben:

  • Produktname mit der gewählten Variante,
  • Preis und Versandkosten,
  • Verfügbarkeit und Lieferzeit,
  • Fotos aus mehreren Perspektiven,
  • eine Beschreibung, die den Nutzen zeigt,
  • eine Tabelle mit technischen Daten,
  • Kundenbewertungen,
  • Rückgaberegeln,
  • ein gut sichtbarer Warenkorb-Button.

Übrigens: Wie der Preis und der niedrigste Preis vor einer Reduzierung angezeigt werden, ist gesetzlich geregelt. Das ist ein eigenes Thema, wir behandeln es im Beitrag zur Omnibus-Richtlinie.

Preis, Versand und Verfügbarkeit ohne Scrollen sichtbar

Preis, Versandkosten, Lieferzeit und Lagerbestand gehören direkt neben den Warenkorb-Button, bevor der Kunde überhaupt zu scrollen beginnt. Versandkosten erst im Warenkorb? Der Klassiker. Genau deshalb springen viele schon auf der Produktseite ab. Die Variantenauswahl (Größe, Farbe) gehört über den Button und sollte so beschriftet sein, dass keine Zweifel bleiben. Nicht verfügbare Varianten nicht ausblenden, sondern als ausverkauft kennzeichnen, denn eine Option, die plötzlich verschwindet, verwirrt nur. Und dann der Warenkorb-Button. Ein klares Ziel der Seite. Das Layout dieses Bereichs planen Sie am besten gleich zu Beginn, dort, wo die Gestaltung von Onlineshops anfängt, statt es später zu flicken.

Produktfotos im E-Commerce: Welche und wie viele braucht man?

Fotos ersetzen dem Kunden das Anfassen des Produkts, deshalb müssen sie es von mehreren Seiten, in seiner Größe und im Einsatz zeigen. Ein Set, das in der Praxis meist reicht:

  • Packshot, also eine Aufnahme des Produkts vor neutralem Hintergrund,
  • Nahaufnahmen von Details und Materialstruktur,
  • das Produkt im alltäglichen Einsatz,
  • ein Größenvergleich mit einem Gegenstand, den jeder kennt,
  • eigene Fotos für jede Farbvariante.

Auch die Galerie selbst muss funktionieren. Zoom, schnelles Laden (Komprimierung, moderne Formate) und eine saubere Darstellung auf dem Smartphone sind das Minimum. Alternativtexte, die das Produkt beschreiben, helfen Menschen mit Screenreadern und nebenbei auch der Bildersuche. Mehr dazu in unserem Beitrag über digitale Barrierefreiheit in der Praxis.

Eine Produktbeschreibung im Onlineshop, die Kundenfragen beantwortet

Eine gute Beschreibung beginnt mit dem Nutzen und den Einsatzsituationen. Die technischen Daten kommen erst danach. Einen vom Hersteller kopierten Text haben noch Dutzende anderer Shops, er hebt Ihr Angebot also weder beim Kunden noch bei Google hervor. Technische Angaben wie Maße, Material, Zusammensetzung, Kompatibilität und Lieferumfang gehören in eine eigene Tabelle, damit man sie schnell vergleichen kann. Und in die Beschreibung selbst? Die Antworten auf das, was Kunden immer wieder per E-Mail und im Chat fragen: wie man die Größe wählt, wie man das Produkt wäscht, ob es zu einem bestimmten Gerät passt. Bei einem großen Sortiment ist das von Hand kaum zu schaffen, dann helfen für SEO geschriebene Produktbeschreibungen von Leuten, die diese Art von Texten kennen.

Bewertungen, Rückgabe und Kontakt: Elemente, die Vertrauen schaffen

Ein zögernder Kunde sucht zwei Dinge: Bestätigung durch andere Käufer und die Sicherheit, dass er die Ware problemlos zurückgeben kann. Zeigen Sie Bewertungen direkt beim Produkt. Auch die kritischen, zusammen mit der Antwort des Shops (meiner Meinung nach überzeugt eine sachliche Reaktion auf eine Beschwerde mehr als eine Wand voller Lob). Fassen Sie Rückgabe- und Garantieregeln in einem Satz auf der Produktseite zusammen und verlinken Sie die vollständigen AGB daneben. Ein schneller Kontakt beim Produkt ist ebenfalls hilfreich: Chat, Telefonnummer oder ein Formular für Produktfragen. Sichtbare Zahlungsarten räumen die letzten Zweifel vor dem Klick aus.

Produktseite und SEO: strukturierte Daten und Sichtbarkeit bei Google

Mit strukturierten Produktdaten kann Google Preis, Verfügbarkeit, Bewertungen und Versandinformationen direkt in den Suchergebnissen anzeigen. Aus der Google-Dokumentation zu Produktdaten ergibt sich eine einfache Regel: Je mehr Eigenschaften Sie beschreiben, desto mehr Erweiterungen kann das Suchergebnis der Seite bekommen. Rückgabe- und Versandregeln ergänzen Sie am besten im Organization-Markup. Der Rest ist Standard. Seitentitel und Meta Description mit Produktname und Alleinstellungsmerkmal, eine lesbare URL und Varianten mit kanonischen URLs, damit sie sich nicht gegenseitig kannibalisieren. Ausführlicher beschreiben das Googles Empfehlungen für Onlineshops, die Grundlagen erklären wir im Beitrag darüber, wie strukturierte Daten auf einer Website funktionieren. Sie betreiben einen Shop mit WooCommerce? Das Markup erzeugen Plugins, ob es vollständig ist, müssen Sie aber selbst prüfen.

Wie prüfen Sie, was auf der Produktseite Ihres Shops fehlt?

Am schnellsten so: Nehmen Sie Ihr Smartphone und die Checkliste und gehen Sie Ihre eigene Produktseite mit den Augen eines Kunden durch. Die Lücken zeigen sich von selbst. Ich empfehle diese Reihenfolge:

  1. Öffnen Sie die Produktseite auf dem Smartphone und versuchen Sie, das Produkt zu kaufen, ohne nach Informationen scrollen zu müssen.
  2. Vergleichen Sie die Seite mit der Checkliste vom Anfang des Artikels.
  3. Lesen Sie Kundenfragen und Rückgabegründe, denn sie zeigen Lücken in der Beschreibung.
  4. Testen Sie die strukturierten Daten der Seite mit dem Google-Test für Rich-Suchergebnisse.
  5. Setzen Sie die Korrekturen um und beobachten Sie die Zahl der Warenkorb-Hinzufügungen in der Analyse.

Wo anfangen? Bei den Produkten mit dem meisten Traffic und den wenigsten Warenkorb-Hinzufügungen, denn dort wirken sich Verbesserungen am schnellsten auf den Umsatz aus. Eine gute Produktseite im Shop beantwortet Fragen, bevor der Kunde sie stellen kann.

Häufige Fragen

Wie lang sollte eine Produktbeschreibung im Onlineshop sein?

u003cpu003eSo lang, dass sie die Fragen zu Einsatz, Auswahl und technischen Daten beantwortet. Ein einfaches Produkt kommt mit einer kürzeren Beschreibung aus, ein technisches braucht eine längere. Künstlich aufgeblähter Text hilft weder den Kunden noch den Rankings bei Google.u003c/pu003e

Darf man Herstellerbeschreibungen verwenden?

u003cpu003eJa. Nur steht derselbe Text dann in vielen Shops gleichzeitig. Besser ist es, ihn umzuschreiben und eigene Antworten auf die Fragen zu ergänzen, die Kunden stellen. So eine Beschreibung ist nützlicher und hebt das Angebot von der Konkurrenz ab.u003c/pu003e

Garantieren strukturierte Daten Sterne und Preis bei Google?

u003cpu003eNein. Ob die Erweiterungen angezeigt werden, entscheidet Google selbst, korrektes und vollständiges Markup gibt der Seite nur die Chance darauf. Umsetzen sollte man es trotzdem, denn ohne Markup gibt es gar kein erweitertes Suchergebnis.u003c/pu003e

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